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Gastkommentar

Kolumbus' „Entdeckung“ und der koloniale Albtraum

(C) Peter Kufner
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Replik auf Karl Gaulhofers Artikel „Wie schlimm war Kolumbus wirklich?“ – weiterführende Gedanken zur Erinnerungskultur.

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Erinnerungskultur zu gestalten heißt, sich als Gesellschaft von Generation zu Generation aufs Neue über eine zeitgemäße Rekonstruktion identitätsstiftender Geschichtserzählungen zu verständigen. Eine konstruktive Auseinandersetzung setzt eine adäquate Berücksichtigung unterschiedlicher Erinnerungsnarrative voraus. Das Hochhalten einer „nationalen Erfolgsgeschichte“ – der Entdeckung und Eroberung Amerikas, gepaart mit dem Anspruch auf Deutungshoheit über die Erfahrungen der Marginalisierten, den „Verlierern“ besagter Entdeckung und Eroberung – offenbart jedoch eine zweifelhafte Wertperspektive.