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Bundesliga

Salzburgs Meisterfeier ohne jeden Zweifel

Salzburger Jubel
Salzburger JubelGEPA pictures/ Jasmin Walter
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Der Titelverteidiger entschied mit einem 3:0 über Hartberg die Meisterschaft für sich, denn der Lask kann nach dem 0:1 gegen den WAC auch am Grünen Tisch nicht mehr vorbei ziehen.

Es war eine Saison wie keine andere, sie findet aber einen inzwischen schon gewohnten Abschluss: Salzburg ist zum siebenten Mal in Folge österreichischer Fußballmeister, es ist dies bereits der 11. Titel in der Red-Bull-Ära. Die Mannschaft von Jesse Marsch fuhr am Sonntag einen 3:0-Heimsieg gegen Hartberg ein und durfte am Ende sogar ohne jeden Vorbehalt über den Double-Gewinn jubeln. Denn Rapid hat nach einem Last-Minute-Sieg bei Sturm als neuer Zweitplatzierter neun Punkte Rückstand. Der Lask musste sich dem WAC durch ein Elfmetertor von Shon Weissman (88.) 0:1 geschlagen geben und liegt damit elf Punkte hinter Salzburg zurück. Selbst im Falle eines erfolgreichen Protests gegen den Vier-Punkte-Abzug ist Platz eins für die Linzer nicht mehr in Reichweite.

„Wir haben gehofft, dass es heute passiert. Wir sind schwierig reingekommen, aber jetzt überglücklich“, sagte Zlatko Junuzovic. Die sonst obgliatorischen Bierduschen blieben aus, stattdessen zog der Routinier ein zufriedenes Resümee: „Hinter uns liegt eine Saison, die unbeschreiblich ist. Champions League, Corona-Unterbrechung, jetzt die Meisterschaft, das ist schon sehr speziell und tut einfach gut.“ Nach dem Tief im Februar ist Salzburg seit dem Neustart wieder zur Hochform aufgelaufen. Diesmal erwartet den Meister allerdings nicht die Champions-League-Gruppenphase, sondern wieder die unliebsame Qualifikation.

Das torgefährlichste Salzburg-Team

15 Tore hat Salzburg in den ersten drei Saisonduellen gegen Hartberg erzielt, diesmal dauerte es bis kurz vor der Pause für die erste Jubeltraube: Andre Ramalho zeichnete für den 100. Saisontreffer der Mozartstädter verantwortlich, wie zuletzt gegen Rapid schlug es nach einem Eckball ein. Hee-chan Hwang (53.) und Patson Daka (59.) erhöhten zum 3:0-Endstand.

Salzburg hält damit bei 102 Treffern, auf den eigenen Rekord aus 2013/14 fehlen noch acht. Im direkten Vergleich ist das Team von Marsch mit einem Schnitt von 3,4 Toren sogar gefährlicher, die Auswahl von Roger Schmidt kam in damals noch in 36 Runden auf 3,06. Dass nach dem Winter-Abgang von Erling Haaland mit Daka (24 Tore) ein anderer Spieler mit WAC-Stürmer Shon Weissman (27) im Rennen um die Schützenkrone ist, unterstreicht die geballte Salzburger Offensivkraft.

(swi)