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Sanierung

Doch nur 80 Kündigungen bei insolventer Huber-Holding

PEROUTKA Guenther / WB
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Das AMS informiert am Dienstag über eine Arbeitsstiftung für die Vorarlberger Huber-Gruppe.

Bei den vier Gesellschaften der Vorarlberger Huber-Gruppe, über die am 29. Mai ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet wurde, werden heute Montag 80 Kündigungen ausgesprochen. Nach intensiven Verhandlungen, so die Gewerkschaft GPA-djp, habe man die Zahl der Betroffenen reduzieren können. Ursprünglich war von 123 Kündigungen ausgegangen worden.

Die Betroffenen werden heute Montag informiert, so Marcel Gilly von der GPA-djp, wobei es parallel zur begleitenden Hilfe durch die Schuldenberatung des Instituts für Sozialdienste (IfS) kommen wird. Hintergrund sei die angespannte finanzielle Situation zahlreicher Mitarbeiter, da der Mai-Lohn bisher noch nicht ausbezahlt werden konnte. Am Dienstag wird das AMS den Betroffenen die Möglichkeiten einer Arbeitsstiftung vorstellen, die für die Huber-Insolvenz eingerichtet wird.

Der Sanierungsplan für die vier Unternehmen sieht jeweils die gesetzliche Quote von 30 Prozent, zahlbar binnen zwei Jahren, vor. Betroffen sind die Huber Tricot Gesellschaft mbH, die Huber-Shop GmbH, die Arula GmbH sowie die Huber Holding AG, alle mit Sitz in Götzis (Bezirk Feldkirch). Die zur Kündigung anstehenden Mitarbeiter verteilen sich über alle vier Gesellschaften, der Großteil entfällt jedoch auf die Produktion der Arula GmbH.

Wie viele der 63 österreichweit betriebenen Filialen der Huber-Shop GmbH geschlossen werden, stand vorerst noch nicht fest. Für die Insolvenzverfahren können Gläubigerforderungen noch bis 23. Juli angemeldet werden. Die allgemeine Prüfungstagsatzung ist für 6. August anberaumt, die Verhandlungen zur Abstimmung der Sanierungspläne finden am 27. August statt.

(APA)