Schnellauswahl
Außenhandel.

Staat haftet für heimische Exporteure

GERMANY FILES EXPORT
Nach wochenlangen Verhandlungen gab es für die heimischen Exporteure doch noch gute Nachrichten.EPA
  • Drucken
  • Kommentieren

Wie Deutschland wird künftig auch Österreich die Haftung für Zahlungsausfälle bei Exporten übernehmen. Der Schutzschirm soll eine Milliarde betragen.

Wien. Die heimischen Exporteure können aufatmen: Die Zahlungsschwierigkeiten ihrer Kunden sind bald nicht mehr (nur) ihr Problem. Der wirtschaftliche Stillstand während der Corona-Pandemie hat die Kreditwürdigkeit ganzer Branchen stark in Mitleidenschaft gezogen. Betroffen sind auch viele Kunden österreichischer Lieferanten. Die Folge: Private Kreditversicherer, die normalerweise das Risiko eines Zahlungsausfalls übernehmen, haben, wie die „Presse“ berichtete, die Reißleine gezogen und versichern diese Geschäfte nicht mehr. Die Exporteure verlieren damit nicht nur ein paar Aufträge, sondern könnten auch Kunden an die Konkurrenz verlieren. Wochenlang sind alle Bemühungen der Branche, einen ähnlichen staatlichen Schutzschirm aufzuspannen, wie das Deutschland schon im März getan hat, gescheitert – bis Montagabend.