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Corona-Pandemie

Ärztekammer empfiehlt weiterhin Maske in Innenräumen

APA/ROBERT JAEGER
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Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres appellierte an die Verantwortung des einzelnen. Gut genähte Mund-Nasen-Masken zum Schutz vor Übertragungen des Coronavirus halten Tröpfchen beim Niesen und Husten relativ stark zurück.

Die Ärztekammer empfiehlt den Österreichern trotz der weitgehenden Aufhebung der Maskenpflicht in Innenräumen weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz zu benutzen. Im Freien sei man eher sicher, wenn man den Sicherheitsabstand einhält, im Inneren sei aber die Übertragung leichter, wie aktuelle Fälle zeigen, erklärte Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres Dienstagabend im ORF-"Report".

Er selber trage beim Einkaufen weiterhin eine Maske. Szekeres appellierte an die Verantwortung des einzelnen. "Bitte auch weiter die Hände waschen. Das Virus gibt es noch." Die Gefahr, dass die Zahlen steigen, sei gegeben, Österreich sei aber ein Vorbildland und er hoffe, "dass wir das bleiben."

Alltagsmasken im Test

Gut genähte Mund-Nasen-Masken zum Schutz vor Übertragungen des Coronavirus halten Tröpfchen beim Niesen und Husten relativ stark zurück. Ein Forscherteam der Florida Atlantic University testete im Labor, welche Maskenarten wie durchlässig sind, wenn sie Husten oder Niesen ausgesetzt sind. Spezielle Masken für den Einsatz etwa im medizinischen Bereich waren nicht dabei.

Wichtig sei, dass sowohl Material als auch Konstruktion einen merklichen Einfluss auf die Maske hinsichtlich ihrer Tauglichkeit haben, betonen die Forscher um Siddhartha Verma im Fachblatt "Physics of Fluids". Ein Problem bei Masken sei, dass sie nicht komplett dicht seien und auch nicht perfekt abschlössen.

Getestet wurden der Studie zufolge ein als Mund-Nasen-Bedeckung verwendetes Halstuch, eine Maske gemacht aus einem Stofftaschentuch, eine genähte doppellagige Maske aus Baumwolle und eine handelsübliche kegelförmige Maske. Die Masken wurden am Kopf einer Art Schaufensterpuppe angebracht. Mittels einer Pumpe wurde Niesen beziehungsweise Husten simuliert. Zusätzlich wurde mit einer Nebelmaschine Dampf in das Modell geleitet, um den Husten-Strahl für die Analyse sichtbar zu machen.

Das Ergebnis: Die gut sitzende, genähte Maske hielt die Nies- und Husten-Tröpfchen am besten zurück. Im Laborversuch flogen die Partikel etwa 6,6 Zentimeter weit. Etwas schlechter war die handelsübliche kegelförmige Maske.

Am schlechtesten schnitt das Halstuch ab. Die Partikel erreichten hier eine Weite von circa 1,1 Meter. Zum Vergleich: Beim Husten ohne Mund-Nasen-Bedeckung flogen die Partikel mit rund 2,4 Metern mehr als doppelt so weit.

Wichtig zu wissen sei, dass keine Maske zu 100 Prozent vor den Erregern schütze, sagte Verma. Daher sei es nötig, zusätzlich etwa Abstand zu halten und Hände zu waschen.

(APA/dpa)