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Quergeschrieben

Mit der staatlichen Rettungspolitik munter ins nächste Desaster

Wer in der Wirtschaft die „schöpferische Zerstörung“ behindert, zerstört die Basis unseres Wohlstandes.

Gastkommentare und Beiträge von externen Autoren müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen.

Nach dem Kollaps der Sowjetunion und des Kommunismus im Jahre 1989 haben wir geglaubt, die krankhafte Idee, eine Volkswirtschaft mit Fünfjahresplänen dirigieren zu können, sei endlich in der Sondermülltonne der Ideengeschichte gelandet. Das war leider ein Irrtum, denn jetzt wird sie wieder recycelt. Zum Beispiel in Frankreich, wo die Regierung beschlossen hat, dass innerhalb der nächsten – erraten – fünf Jahre eine Million Elektroautos aus heimischer Produktion auf die Straßen gebracht werden sollen. Dazu soll jedes dieser Fahrzeuge mit mehr als stattlichen 7000 Euro Zuschuss subventioniert werden; darüber hinaus wird der Staat sieben Milliarden Euro in die Autoindustrie des Landes stecken, davon allein fünf in den Renault-Konzern, der schon in Prä-Corona-Zeiten Verluste geschrieben hatte. Und weil bekanntlich nichts umsonst ist, muss sich die Autoindustrie im Gegenzug dazu verpflichten, Arbeitsplätze im Inland zu erhalten und sich noch stärker als bisher um die Elektromobilität kümmern.