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BP-Chef vor Rücktritt - 14 Millionen Euro Abfindung?

BPChef steht Ruecktritt
tony hayward(c) REUTERS (SEAN GARDNER)
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Laut britischen Medien verhandelt Tony Hayward mit dem BP-Aufsichtsrat über die Details seines Abgangs. Offiziell bekannt gegeben werden soll dieser am Dienstag.

Wien (ag./jaz). Es wurde bereits seit Längerem erwartet, Anfang dieser Woche dürfte es geschehen: der Rücktritt von BP-Chef Tony Hayward. Laut britischen Medien verhandelt Hayward fieberhaft mit dem BP-Aufsichtsrat über die Details seines Abgangs. Offiziell bekannt gegeben werden soll dieser kurz vor der Präsentation der Halbjahresergebnisse am Dienstag.

Der Konzern will Hayward den Abgang Berichten zufolge kräftig versüßen: Wie die britische "Times" berichtet, soll er ein Paket im Wert von mindestens 14,1 Millionen Euro erhalten. Der Manager werde allein Aktienbezugsrechte und Anteile im Wert von 9,6 Millionen Euro bekommen. Ein BP-Sprecher wies den Bericht als Gerücht zurück.

„Meistgehasster Mann in Amerika“

Als wahrscheinlicher Nachfolger gilt Robert Dudley. Der Amerikaner folgte Hayward auch in der Funktion des Krisenmanagers für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko nach. Die Ölpest ist auch der Grund, warum Hayward, der seit 2007 als BP-Chef im Amt ist und anfangs mit Lob überschüttet wurde, seinen Hut nehmen muss.

Einerseits trägt er die Letztverantwortung für die Schlampereien, die schlussendlich zur Katastrophe geführt haben. Andererseits war er in deren Folge das „Gesicht von BP“ – und wurde so zum „meistgehassten Mann in Amerika“, wie die „New York Daily News“ schrieben. Hinzu kamen Fauxpas wie die Aussage vom „winzigen Ölaustritt“ in einem „riesigen Ozean“. Mitte der Woche will BP auch versuchen, das Leck endgültig zu verschließen.

Briten stellen sich vor BP

In einem anderen Streitfall mit den USA stellt sich Großbritannien nun hinter BP. Laut den USA ist das Lobbying von BP der Grund für die Freilassung des libyschen Lockerbie-Attentäters Abdel Basset al-Megrahi 2007. Dadurch habe BP die Bohrrechte für ein Ölfeld vor der libyschen Küste erhalten. Stimmt nicht, sagt nun die britische Regierung. Die Freilassung sei zwar ein Fehler gewesen, habe aber nichts mit BP zu tun gehabt. Die Bohrungen vor Lybiens Küste wird BP demnächst aufnehmen.