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Kinderzeitung

„Diese Ferien werden einmalig sein!“

See statt Meer, Camp statt Fernreise
See statt Meer, Camp statt Fernreiseimago images/Westend61
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See statt Meer, Camp statt Fernreise und endlich wieder die Großeltern in Südtirol sehen: Unsere Kinderreporter freuen sich auf die Sommerferien!

Die Ferien sind (bald) da! Für viele Familien werden sie heuer anders als geplant – durch Corona ist das Reisen nicht mehr so einfach. Wir haben Alba, Florentina, Max, Moritz und Nefeli gefragt, wie sie ihre Sommerferien verbringen werden.

Statt nach Spanien geht’s für Florentina an den Weißensee. Am Erlaufsee gewöhnt sie sich schon an die Temperaturen.
Statt nach Spanien geht’s für Florentina an den Weißensee. Am Erlaufsee gewöhnt sie sich schon an die Temperaturen.(c) Privat

Florentina (9): Wir wären im Sommer eigentlich nach Spanien geflogen. Leider wurde der Flug wegen Corona gestrichen. Wir hätten in einem Haus mit einem Pool und zwei Pferden gewohnt. Leider können wir jetzt nicht hinfliegen. Dafür fahren wir nach Kärnten, an den Weißensee. Ich glaube, das wird auch gut. Außerdem hätte ich in den Osterferien ein Reitcamp gehabt. Wegen Corona wurde es wie vieles auf den Sommer verschoben. Jetzt findet es im August statt. Ich freue mich schon darauf.

Moritz wird vier Wochen in Kärnten campen.
Moritz wird vier Wochen in Kärnten campen.(c) Privat

Moritz (9): In den Sommerferien fahren wir wie jedes Jahr nach Kärnten. Dort wohnen wir vier Wochen in einem Campingwagen. In der Nähe vom Wörthersee liegt unser Campingplatz. Jeden Morgen werde ich mit dem Fahrrad einkaufen fahren. Hoffentlich werden wir wieder oft Tennis spielen gehen. Am Abend freue ich mich schon auf die Straßenkünstler – aber am meisten auf die Feuerspucker in Velden. Dort gibt es auch einen großen Spielplatz mit einem Lift am Klettergerüst. Dieser wird nie geschlossen, und deshalb spielen wir dort bis in die Nacht.
In der letzten Ferienwoche fahren wir mit dem Handballverein auf ein Camp. Dort werden wir zweimal am Tag trainieren. Manchmal werden wir schwimmen gehen. Am coolsten aber ist, dass ich mit meinen Freunden im Zimmer sein kann. Gott sei Dank ist das wieder erlaubt. Weil es wegen der Coronamaßnahmen lang nicht erlaubt war. Nach sechs Tagen werden wir traurig, aber zufrieden abreisen. Ich hoffe, ihr werdet auch so coole Ferien haben!

Nefeli freut sich auf die Ferien.
Nefeli freut sich auf die Ferien.(c) Privat

Nefeli (9): Meine Mama kommt aus Griechenland. Deswegen fahren wir jeden Sommer dorthin ans Meer. Das Meer ist unendlich groß, und die Farbe des Wassers ist wunderhübsch. Dieses Jahr werden die Ferien ein bisschen anders sein müssen. Corona macht nämlich keinen Urlaub, und wir müssen daher vorsichtig bleiben. Das heißt wohl, dass wir diesen Sommer nicht nach Griechenland fliegen können. Das finde ich sehr traurig, denn es ist immer so wunderbar dort. Ich liebe es, im Meer zu schwimmen und Wassermelone am Strand zu essen! Für mich ist Griechenland nicht nur ein Urlaubsort, sondern auch eine Gelegenheit, meine restliche Familie zu besuchen. Jetzt muss ich wohl wieder ein ganzes Jahr warten, um meine Oma und meine Cousins in Griechenland zu sehen. Das ist blöd!
Aber es sind dennoch meine Lieblingsferien, und ich bin sehr gespannt, wie sie diesmal werden. Ich freue mich jedenfalls schon, in einem See zu schwimmen, und natürlich werde ich meine Oma in Kärnten besuchen. Ich mache zwar meistens nicht in Österreich Sommerurlaub, aber ich weiß, dass die Wassermelone auch am Seeufer sehr gut schmeckt. Eines ist sicher: Diese Ferien werden einmalig sein!

Max fährt zu seinen Großeltern nach Südtirol.
Max fährt zu seinen Großeltern nach Südtirol.(c) Privat

Max (9): Meine Großeltern wohnen in Brixen, Südtirol, und ich freue mich schon sehr, dass ich wieder hinfahren kann. Sie sind die ganze Zeit allein gewesen, und jetzt können endlich wieder Leute zu ihnen fahren. Wir bleiben zwei Wochen und gehen viel wandern und an den Seen schwimmen. Südtirol ist eine sehr schöne Gegend, und die Menschen dort sind sehr nett. Hoffentlich kommen wieder viele Leute zu den Südtirolern. Sonst bleiben wir in Österreich. Meinen Eltern ist das zu mühsam mit den Coronatests, sagen sie. Wir fahren sonst immer zwei Wochen weit weg, aber dieses Jahr eben nicht. Ich gehe eine Woche in ein Waldcamp und eine Woche mit meinem Bruder in einen Segelkurs an die Alte Donau. Das find ich beides wirklich super. Wir haben zwar fast keinen Platz mehr bekommen, weil alle in die Sommercamps gehen wollen, aber Hauptsache, ich und mein Bruder sind dabei!

Alba (13): Durch Corona hat sich sicher bei jedem einiges geändert. Die Sommerferien müssen wahrscheinlich bei jedem noch einmal besprochen werden, man muss sich noch einmal darüber Gedanken machen. Auch ich und meine Familie haben einiges umgeplant. Statt nach Irland zu fliegen werden wir einmal quer durch Österreich fahren. Wir haben uns gedacht, dass es z.B. eine einmalige Idee wäre, Hallstatt anzuschauen, mittlerweile dürfte es allerdings, soweit ich gehört habe, auch schon von österreichischen Touristen recht gut besucht sein. Aber nicht nur Hallstatt ist sehenswert, deshalb freue ich mich schon sehr auf die Reise. Trotzdem werde ich mich wohl auch während des Sommers einige Zeit allein unterhalten müssen und mich mit Freunden verabreden. Eine Woche werde ich auch in einem Camp sein. Auf das freue ich mich schon sehr, da es ja in diesem Jahr nicht fix war, ob so etwas überhaupt stattfinden darf und wird. Im Großen und Ganzen liegen sehr schöne neun Wochen vor mir, auf die ich mich schon sehr freue. Ich hoffe, dass auch Sie einen schönen, erholsamen Sommer verbringen werden!

Wusstest du schon, dass . . .

. . . sich Österreich mit neun Wochen Sommerferien im Mittelfeld bewegt? Die Kinder in Italien oder Lettland haben 13 Wochen Ferien, im Schweizer Kanton Aargau gibt's nur drei Wochen. In Deutschland haben die Schüler sechs, in Japan fünf Wochen frei.