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Gastbeitrag

Die Stärke des Religionsunterrichts

Religion beinhaltet Ethik, ohne sich darin zu erschöpfen. Der zwangsweise Ethikunterricht für alle ist der falsche Weg.

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Nach über 20 Jahren soll aus dem bewährten Schulversuch Ethikunterricht jetzt ein Pflichtfach für Schülerinnen und Schüler werden, die keinen konfessionellen Religionsunterricht besuchen. Die Gegner dieses Modells, das als Gesetzesentwurf der ÖVP-Grünen-Koalition nun vorliegt, bedienen in ihrer Kritik gerne Vorurteile gegen den Religionsunterricht. Dieser sei nicht vernunftgeleitet, sondern indoktrinativ, wird behauptet. Außerdem würde der Religionsunterricht nur dogmatische Glaubensinhalte abdecken, aber keine ethischen Fragestellungen behandeln. Das kann aber nur jemand behaupten, der den Religionsunterricht entweder nicht kennt oder bewusst falsch darstellen will. Beide Vorurteile können mit Blick auf die Religionslehrerinnenausbildung, deren Inhalte sowie auf aktuelle Lehrpläne und die Praxis leicht ausgeräumt werden.