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Ein „luftiges“ Rezept für Ministerin Tanner

Die Presse (Peter Kufner)
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Keine Bündniszugehörigkeit und Verteidigung „mit allen zu Gebote stehenden Mitteln“ war nie ein Gratismenü für Österreich. Aber die Politik muss dem Militär die entsprechenden Mittel sichern – auch für den Luftraum.

Gleich grundsätzlich: Luftraumüberwachung kann nicht „billig“ sein. Dafür sind die Kosten der Technik und des qualifizierten Personals einfach zu hoch. Aus dem Betriebsbudget muss man also maximale Effektivität herausholen. Aktuell fallen in Österreich jährlich rund 100 Millionen Euro Betriebskosten an, allerdings nur für die eine Luftraumüberwachung während der Bürozeiten. Das ist klar zu wenig Leistung für teures Geld. Wer unbehelligt über Österreich flitzen will, der hat nachts ein Freispiel.
Wobei: Natürlich könnte der Eurofighter auch im Dunkeln fliegen, er ist zertifiziert für Instrumentenflug. Aber der Pilot sähe draußen nichts, er könnte Objekte optisch nicht identifizieren.
Stimmt, auch die Schweizer Luftwaffe fliegt nächtens nicht. Noch nicht: Dort arbeitet man sich mit geplanten neuen Kampfflugzeugen für bis zu sechs Milliarden Franken (rund 5,6 Milliarden Euro) wieder in Richtung 24/7/365-Einsatzfähigkeit. Solche Summen sind illusorisch für Österreich. Wir sind also gezwungen, zu improvisieren. Das konnte die finanziell ausgehungerte Truppe bisher ganz gut.