Gedanken auslüften, Inspiration finden: Stefan Slupetzky am Teich im Liechtensteinpark.
Grätzeltour

Das Wohngrätzel von Stefan Slupetzky: ­ Im hippen Reich der alten Gassen

Was der Autor und Musiker Stefan Slupetzky im Wiener Servitenviertel wirklich schätzt, gern besucht, lieber meidet, eher vermisst und zufällig findet.

Rein topografisch ist der Autor der Wiener „Lemming“-Krimis nicht gerade weit gekommen: Aufgewachsen in den 1960er- und 70er-Jahren an der Rossauer Lände, wohnt Stefan Slupetzky seit den 1980ern schräg gegenüber der Servitenkirche in einem Gründerzeithaus. Was ihn zum doppelten Grätzelkenner macht, der nicht nur das Sichtbare erklären, sondern auch von Verschwundenem erzählen kann: der erste Supermarkt Wiens in der Grünentorgasse (eine Sensation!), der Geruch nach Kohlen auf dem Weg zur Schubert-Schule (in die später auch seine Tochter ging), und der jährliche Peregrini-Markt des 2009 umgesiedelten Servitenordens mit den bis zu 50 cm großen Peregrini-Kipferln aus Mürbteig, von denen seine Mutter aber immer nur „ein enttäuschend kleines“ kaufte.

Mehr erfahren

Grätzeltour

Ottakring aus der Sicht eines Wohnungslosen

Morbide Grätzeltour

Friedhof St.Marx: Biedermeieridyll an der Autobahn

Grätzeltour

Josefstadt: Das grüne Erbe der Bourgeoisie

Grätzeltour

Wiedner Hauptstraße: Ruhepol im Theatertrubel

Grätzeltour

Wien Favoriten: Alter Schwede? Per Albin!