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"Unkrautbekämpfungsmittel": Hofer verteidigt Schnedlitz

FPÖ-Chef Norbert Hofer und Generalsekretär Michael Schnedlitz
FPÖ-Chef Norbert Hofer und Generalsekretär Michael SchnedlitzAPA/HERBERT NEUBAUER
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Der Generalsekretär hatte die FPÖ als „Unkrautbekämpfungsmittel“ gegen Zuwanderung bezeichnet. Sein Parteichef stellt sich hinter ihn.

Nach Attacken türkischer Nationalisten auf linke und kurdische Aktivisten in Wien hat FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz im Gespräch mit der „Tiroler Tageszeitung“ harte Worte gefunden. Er forderte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) nicht nur zu einem härteren Vorgehen auf („Nicht Samt-, Kettenhandschuhe sind gefragt“), sondern meinte außerdem: „Ein Unkrautbekämpfungsmittel, das das Problem bei der Wurzel – nämlich der ungezügelten Zuwanderung – packt, ist nötig.“ Diese Aussage brachte dem Freiheitlichen nicht nur herbe Kritik, sondern auch Rücktrittsaufforderungen ein.

Sein Parteichef, Norbert Hofer, gibt ihm allerdings Rückendeckung. Am Donnerstagabend, in der ORF-Sendung „ZiB2“, rechtfertigte Hofer, der auch als Dritter Nationalratspräsident fungiert, die Aussage. Wenn Schnedlitz gesagt hätte, Menschen seien Unkraut, dann hätte ihm das nicht gefallen, meinte Hofer. Das habe Schnedlitz aber eben so nicht formuliert, hielt er fest.

Weiters gab Hofer seinem Generalsekretär insofern recht, als er die ungezügelte Zuwanderung selbst ein „Grundübel" nannte.

Kritik hatte Hofer dann aber seinerseits Parat - und zwar an den Kritikern. So stieß sich der Freiheitliche im Interview etwa daran, dass andere Parteien Schnedlitz eine „Nazi-Sprache" attestiert hatten. Das sei eine „üble Verharmlosung der Taten der Nazis". Ein solcher Vergleich sei gefährlich und nicht zulässig.

(APA/Red.)