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Tod von Afroamerikaner Fuller war Suizid

Gedenkkerzen unter dem Baum, an dem der junge Mann tot aufgefunden wurde.
Gedenkkerzen unter dem Baum, an dem der junge Mann tot aufgefunden wurde.(c) APA/AFP/KYLE GRILLOT (KYLE GRILLOT)
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Beim Tod des 24-Jährigen gab es keine Gewalteinwirkung, hat die Gerichtsmedizin ergeben. Demonstranten hatten eine umfassende Untersuchung zum Tod des 24-Jährigen gefordert.

Der Tod eines Afroamerikaners, der vor rund vier Wochen in Kalifornien erhängt an einem Baum gefunden worden war, geht nach Erkenntnissen der Behörden auf Suizid zurück. Die Untersuchungen der Gerichtsmedizin hätten keinerlei Hinweise darauf ergeben, dass es beim Tod von Robert Fuller Gewalteinwirkung durch andere Menschen gegeben habe, teilte am Donnerstag ein Polizeivertreter in Los Angeles mit.

Auch habe der 24-Jährige unter psychischen Problemen gelitten. Fuller war mit einem Strick um den Hals an einem Baum nahe des Rathauses in Palmdale, rund 95 Kilometer nordöstlich von Los Angeles, tot aufgefunden worden

Weckte Erinnerungen an Lynchmorde

Am Wochenende nach seinem Tod hatten tausende Demonstranten eine gründliche Untersuchung gefordert. Die Behörden hatten kurz nach Fund des Leichnams erklärt, es habe sich um Suizid gehandelt. Dann leiteten sie jedoch eine Untersuchung ein.

Die Umstände von Fullers Tod hatten schlimme Erinnerungen an die rassistischen Lynchmorde der US-Geschichte geweckt. Der Fall bekam auch vor dem Hintergrund der landesweiten Anti-Rassismus-Proteste große Aufmerksamkeit. Die Proteste waren durch den Tod des Afroamerikaners George Floyd Ende Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota entfacht worden.

(apa/red.)