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Porträt

Nina Tomaselli: Grüne mit schwarzen Wurzeln

„Am Anfang hatte sie schon die Hoppla-jetzt-komm-ich-Attitüde“: Nina Tomasseli (35), Abgeordnete der Grünen.
„Am Anfang hatte sie schon die Hoppla-jetzt-komm-ich-Attitüde“: Nina Tomaselli (35), Abgeordnete der Grünen.(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)
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Vor ein paar Jahren noch Kommunalpolitikerin in einer Vorarlberger Marktgemeinde ist Nina Tomaselli heute Vize-Parteichefin der Bundes-Grünen. Und als Fraktionsvorsitzende auf Gratwanderung im Ibiza-U-Ausschuss.

Tomaselli. Klingt italienisch. Ist es auch. Der Urgroßvater, ein Bauarbeiter, war aus dem Trentino nach Vorarlberg ausgewandert. Ein Arbeitsmigrant, der dann bei der Wildbachverbauung tätig war. „Ein Sozialist – nicht Sozialdemokrat“, wie seine Urenkelin Nina Tomaselli sagt. Zu ihrem Opa sagte sie noch „Nonno“, Italienisch wollte dieser aber nicht mehr sprechen, er schämte sich dafür. Und gab es auch nicht weiter. Politisch war der Großvater ein unbeirrbarer ÖVP-Anhänger. Dessen Sohn, Nina Tomasellis Vater, ein Tischlermeister, war ebenso lang ÖVP-Wähler. Mittlerweile wählt er die Grünen. Nicht zuletzt wegen der Tochter.

Nina Tomaselli (35) brachte es binnen weniger Jahre von einer grün-nahen Gemeinderatsliste zur Stellvertreterin von Grünen-Chef Werner Kogler. Sie teilt sich die Funktion der Vize-Parteichefin mit dem designierten oberösterreichischen Landesparteichef, Stefan Kaineder. Seit 2019 sitzt Nina Tomaselli im Nationalrat. Nun ist sie Fraktionsführerin der Grünen im Ibiza-Untersuchungsausschuss.