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Fußball

Dominik Thalhammer wird neuer Lask-Trainer

Archivbild von Dominik Thalhammer in seiner Funktion als Teamchef des Frauen-Nationalteams.
Archivbild von Dominik Thalhammer in seiner Funktion als Teamchef des Frauen-Nationalteams.APA/HANS PUNZ
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Nach dem holprigen Abgang von Valérien Ismaël haben die Linzer rasch den ÖFB-Frauenteamchef engagiert. Eine Personalie, die die Linzer schon länger im Auge haben.

Nach dem überraschenden Abgang von Lask-Trainer Valérien Ismaël haben sich die Linzer rasch auf einen neuen Trainer geeinigt. Dominik Thalhammer leitet künftig das Training des Bundesligateams und wird auch die Funktion des Sportdirektors übernehmen, das gab der Klub Samstagvormittag bekannt. „Wir haben die Gesamtsituation analysiert, uns auch mit den Spielern zusammen gesetzt und sind zu dem schmerzlichen Entschluss gekommen, dass wir einen neuen Impuls auf der Trainerbank geben wollen“, erklärte Vizepräsident Jürgen Werner am Abend auf „Sky“. „Die Mannschaft soll am 24. Juli ohne Hintergedanken in die Vorbereitung starten können."

Für den 49-Jährigen Thalhammer ist es eine Rückkehr zu den Athletikern, er war bereits 2007/2008 als Assistent von Karl Daxbacher beim Verein tätig. Thalhammer führte unter anderem das Frauen-Nationalteam als Teamchef in das EM-Halbfinale 2017.

Thalhammers kurzfristiger Wechsel bringt den ÖFB unter Zugzwang: Das Frauen-Nationalteam bestreitet in der EM-Qualifikation im Herbst die entscheidenden Duelle gegen Frankreich (27. Oktober/Heimspiel, 27. November/auswärts). Zuvor geht es im September nach Kasachstan. Der Aufstieg von Co-Trainerin Irene Fuhrmann wäre jedenfalls ein Fußball-Meilenstein. Zudem gilt es die ebenfalls vakant gewordenen Leitungspositionen in der Traineraus- und -fortbildung beim ÖFB sowie der Strategie im Frauen-Fußball zu besetzen.

Thalhammer schon länger Wunschkandidat

Präsident Siegmund Gruber wird in einer Aussendung zitiert: „Wir können den Ärger und Frust von Valérien Ismaël, nach dieser großartigen Saison gehen zu müssen, nachvollziehen. Die Entscheidung ist uns wirklich sehr schwergefallen. Wir hoffen, dass er unsere Position irgendwann versteht und sind ihm auch nicht böse, dass er seinen Abschied selbst bekannt gegeben hat. Mit Dominik Thalhammer befinden wir uns schon seit Jahren in regelmäßigem, gutem Austausch. Wir waren dabei stets auf einer Wellenlänge. Das Präsidium war sich immer bewusst, dass er wohl wie kein Zweiter zum Lask, unserer Philosophie und unseren Zielen passt. Wir haben deshalb seine Situation immer beobachtet, über unverbindliche Gespräche sind wir bisher aber nicht hinausgekommen.“

Thalhammer sei schon letzten Sommer Wunschkandidat gewesen, doch damals habe sich dieser noch dem Frauen-Nationalteam verpflichtet gefühlt, wird Werner zitiert. „Als wir heuer nochmal angefragt haben und die Chance da war, wussten wir, dass wir jetzt schnell Nägel mit Köpfen machen müssen“, so Präsident und Vizepräsident.

Auch ein erstes Statement vom neuen Trainer wurde per Aussendung veröffentlicht: „Durch die internationalen Erfolge, die großartigen Leistungen, vor allem im Grunddurchgang, und den anstehenden Stadionbau ist der Lask für mich als Linzer eine Riesenchance, die ich nicht noch einmal ablehnen konnte. Ich bin von diesem Projekt absolut überzeugt und bedanke mich beim Präsidium, dass sie mir hier die volle sportliche Verantwortung übertragen. Ich werde sorgsam und mit vollem Einsatz mit dieser Verantwortung umgehen. Nach neun Jahren beim Frauen-Nationalteam fällt mir der Abschied schwer. Ich hoffe aber, dass mir der ÖFB bei meiner Vertragsauflösung entgegenkommt, damit ich schon gegen Manchester United am 5. August auf der Bank sitzen kann.“

(Red.)