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Wird Gold zur Weltwährung?

Immer mehr Staaten wollen sich vom US-Dollar lösen und setzen dabei auf Gold.
Immer mehr Staaten wollen sich vom US-Dollar lösen und setzen dabei auf Gold.(c) REUTERS (MICHAEL DALDER)
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Trotz steigender Aktien, haben der Goldpreis und ETF-Zuflüsse kräftig zugelegt. Steht die Goldhausse für wachsende Zweifel am Finanzsystem und der Vorherrschaft des Dollars?

Es ist absurd. Trotz steigender Aktienkurse erklomm der Goldpreis zur Wochenmitte mit 1800 US-Dollar ein Neun-Jahres-Hoch. Normalerweise fällt der Goldpreis, wenn die Aktien steigen. Auf dem Markt wird der Parallelmarsch der vergangenen Wochen als Hedge gesehen – eine Absicherung der Aktionäre gegen eine etwaige Marktkorrektur.

Vor allem Käufer von physisch gedeckten Indexfonds (ETFs) sind dafür verantwortlich. Für jeden ETF-Anteil, den Investoren zeichnen, hinterlegen die Indexanbieter eine bestimmte Menge Gold. Daher steigern die Zuflüsse in Gold-ETFs auch die physische Nachfrage. Beliebt sind ETFs bei institutionellen Investoren und Superreichen, da die Papiere börsenotiert sind und das Gold sicher verwahrt wird. Beim Kauf von Goldmünzen und -barren entstehen Kostennachteile in Form von höheren Geld-Brief-Spannen und Lagerkosten.