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Trump, Aluminium und die Sinnlichkeit auf dem Graben

Fast schon fleischlich: "Slip of the Tongue", Graben, Wien.wf
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Vom „Schnepfenstrich“ zur Kunst im öffentlichen Raum oder: Was in Wiens Innenstadt leckt.

Die Orgel trägt sie an vielen Pfeifen, der Schuh am Oberleder, das Eisenbahngleis an den Weichen, und unsereiner trägt sie im Mund: Es ist schon etwas Besonderes um die Zunge und wo überall sie uns begegnet.

Dort freilich, wo sie gegenwärtig zu finden ist, hat man sie so noch nie gesehen: noch nie so riesig und noch nie so von allem üblichen Rundherum verlassen. Mehr als zwei Meter hoch, prall und rund und saftig rot steht sie auf dem Wiener Graben, dort, wo er schon beinah in den Kohlmarkt fließt. Und der Augenschein möcht' gar nicht glauben, dass dieses so lebendig scheinende Ding materiell nichts weiter als lackierter Aluminiumguss ist.