33 Meter beträgt der Durchmesser, 56 Meter die Höhe, die Last liegt auf nur vier Pfeilern. Isidor von Milet und Anthemios von Tralleis sich auf spätantikes Wissen, das dann verloren ging.
Geschichte

Wie die Hagia Sophia dem Himmel nahe kam

Schon am Beginn der russischen Christianisierung stand das Staunen über die Hagia Sophia und verlorenes spätantikes Wissen, es trieb auch muslimische Architekten an: Über einen einzigartigen Raum – kulturell und ästhetisch.

Da steht er, hoch oben auf der Balustrade des Kunsthistorischen Museums, den Blick über den Museumsplatz in die Ferne gerichtet: Isidor von Milet, einer der zwei Architekten der Hagia Sophia. 7500 Quadratmeter Grundfläche hat sie heute. In Wien passt sie in seine Hand.

Es wundert nicht, ihn hier zwischen den „großen Männern“ der abendländischen Kunstgeschichte zu sehen, als Vertreter der byzantinischen Baukunst. Gemeinsam mit Anthemios von Tralleis. Mathematiker und Architekt wie er, baute er ab 532 n. Chr. in sage und schreibe fünf Jahren das letzte große Bauwerk der Spätantike, in die mit über einer halben Million Einwohnern damals größte Stadt der spätantiken Welt. Für fast tausend Jahre sollte die Hagia Sophia die größte Kirche der Christenheit bleiben, bevor sie 1453 zur wichtigsten Moschee des Osmanischen Reichs wurde. Die Namen ihrer Architekten kennt man heute noch, anders als bei sonstigen großen Bauwerke der Spätantike.

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