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Coronavirus

US-Experte: Maskenpflicht könnte Pandemie binnen Wochen brechen

REUTERS
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Robert Redfield, Direktor der Seuchenkontrollbehörde CDC, beklagt Politisierung der Maskenfrage.

Die Ausbreitung des Coronavirus in den USA könnte nach Einschätzung der US-Gesundheitsbehörde CDC mit dem Tragen von Masken innerhalb weniger Wochen unter Kontrolle sein. "Wenn wir jeden dazu bringen könnten, jetzt sofort eine Maske zu tragen, denke ich, könnten wir diese Pandemie in vier, sechs, acht Wochen unter Kontrolle bringen", sagte CDC-Direktor Robert Redfield.

Die USA sind nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität mit mehr als 3,4 Millionen Infizierten und bisher mehr als 136.000 Toten das weltweit mit Abstand am stärksten von der Corona-Pandemie getroffene Land. Eine landesweite Maskenpflicht gibt es nicht. In einer Pressemitteilung des CDC hieß es, eine Gesichtsbedeckung sei eine der wirkungsvollsten Waffen, um das Ausbreiten des Virus zu verlangsamen und zu stoppen.

Es mache ihn traurig, dass die Frage des Maskentragens zu einer politischen geworden sei, sagte Redfield. Er lobte US-Präsident Donald Trump und auch Vizepräsident Mike Pence, dass diese jüngst Masken getragen hätten. "Sie könnten sich in ihrer Situation natürlich leicht rechtfertigen und sagen, sie bräuchten das nicht, weil sie und ihr Umfeld ständig getestet werden. Aber wir brauchen sie als Vorbilder", sagte Redfield in einem Interview im Fachmagazin "Journal of the American Medical Association".

Der US-Präsident hatte im April Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC verkündet, nach denen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes empfohlen wird. Er hatte aber umgehend deutlich gemacht, dass er selber keine Maske tragen werde, und das mit seinen regelmäßigen Corona-Tests begründet. Ihm wird vorgeworfen, durch sein Auftreten ohne Maske ein schlechtes Vorbild in der Pandemie abzugeben.

(APA/DPA)