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Luxus zur Miete

Keine leichte Zeit für die Vermieter teurer Wohnsitze in Wien

Visualisierung eines neuen Entrees in der Krugerstraße im 1. Wiener Bezirk.
Visualisierung eines neuen Entrees in der Krugerstraße im 1. Wiener Bezirk.(c) EHL
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Ausbleibende Expats und Künstler setzen dem Markt derzeit zu.

Eigentlich gehören Luxusimmobilien eher zu den Gewinnern der Coronakrise. In unsicheren Zeiten sind Investitionen in das berühmte Betongold nämlich einerseits immer gefragt und andrerseits gehört die Klientel, die Wohnraum im gehobenen Millionenbereich kauft, typischerweise nicht zu den Menschen, die von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit betroffen sind. Allerdings gilt das nicht für alle Segmente des Marktes: Wenn es um das luxuriöse Wohnen zur Miete geht, sieht die Situation derzeit ganz anders aus – und auch für die nähere Zukunft zeichnet sich eher eine Verschärfung als Entspannung ab.

825 Objekte im Ersten

Wie deutlich in diesem Segment derzeit ein Mieter- und kein Vermietermarkt herrscht, lässt sich daran ablesen, dass bei der Suche nach Mietwohnungen auf gängigen Plattformen wie willhaben.at allein im ersten Bezirk 825 Objekte aufscheinen. Von acht Zimmern um gut 28.000 Euro pro Monat bis zum 33-Quadratmeter-Apartment um knapp 800 Euro ist dabei alles zu haben – und die Nachfrage ist derzeit verhalten, denn für einen soliden Anteil der klassischen Luxusmieter ist ein Domizil in Österreich derzeit keine Option. „Ein gutes Drittel bis zu 40 Prozent der Mieter im High-End-Segment sind Expats und Botschaftsangehörige“, erklärt Elisabeth Rohr, Inhaberin von Rohr Real Estate. „Und die fehlen derzeit halt.“ Das Brachliegen des Kulturbetriebs führt zu weiteren Leerständen: „Dirigenten und Opernsänger gehören dazu, und wer nicht auftreten kann oder konnte, mietet natürlich auch keine Wohnung“, sagt Sandra Bauernfeind, geschäftsführende Gesellschafterin des Bereichs Wohnimmobilien von EHL.