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Analyse

Der Norden gibt in der EU den Ton an

Zeit wird’s: Kanzlerin Merkel, Kommissionschefin von der Leyen, Frankreichs Präsident Macron beim EU-Gipfel in Brüssel.
Zeit wird’s: Kanzlerin Merkel, Kommissionschefin von der Leyen, Frankreichs Präsident Macron beim EU-Gipfel in Brüssel.APA/AFP/POOL/FRANCISCO SECO
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Der Europäische Rat brachte am Samstag eine Annäherung im Streit um Corona-Hilfen, bei der die Nettozahler obsiegten.

Was nie zur Debatte stand, wird nun auch nicht zur Realität: jene „langfristige Schuldenunion“, vor der Bundeskanzler Sebastian Kurz seit Monaten zu warnen nicht müde wird, ist nach zwei Tagen Verhandlungen zwischen den 27 Staats- und Regierungschefs über die künftige Finanzierung der Europäischen Union so utopisch wie eine EU-Armee, die Vereinigten Staaten von Europa oder ein EU-Finanzminister. Das Spiel mit solchen Strohmann-Argumenten treiben viele Regierungschefs, kaum einer der 27 beherrscht es so geschickt wie Kurz.