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Vor dem Sprung ins digitale Zeitalter

DC TOWER (SUJET)
DC TOWER (SUJET)(c) FOLTIN Jindrich / WB (FOLTIN Jindrich / WB)
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Eine aktuelle Studie zeigt, dass es in der Immobilienbranche in punkto Digitalisierung noch Aufholbedarf gibt.

Alles spricht von der Digitalisierung, jetzt umso mehr, als durch die Coronakrise viele analoge Prozesse überdacht werden mussten. Doch wie sieht es damit in der Immobilienwelt aus? Dort hat sich der Begriff „Proptech“ eingebürgert, womit ein Unternehmenszweig gemeint ist, der sich mit der digitaler Transformation der Traditionsbranche befasst. Diese voranzutreiben, hat sich die Austrian PropTech Initiative (apti) zur Aufgabe gemacht, wobei die Vernetzung von Startups, Entscheidern der Immobilienwirtschaft, Hochschulen und anderer relevanter Teilnehmer im Vordergrund steht.

23 Prozent noch ganz am Anfang

Der Verein hat in einer Studie jetzt den digitalen Status Quo in der Immobilienbranche erhoben: Demnach beschäftigen sich rund 93 Prozent der befragten Unternehmen bereits mit dem Thema Digitalisierung, zwei Drittel davon hauptsächlich im Rahmen unternehmensinterner Prozesse. Bereits eingesetzt werden dabei unter anderem Cloud-Lösungen, mobile Arbeitsgeräte, sowie Baumanagement-Software wie BIM. Künftig beabsichtigen einige aber vermehrt künstliche Intelligenz oder auch Machine Learning einzuführen. Auf den anderen Seite zeigt die Erhebung aber auch, dass sich rund 23 Prozent der Unternehmen im Digitalisierungsprozess noch völlig am Anfang sehen. Die größten Hürden liegen dabei in der Veränderungsbereitschaft der Mitarbeiter, um bestehende Prozesse neu anzupassen beziehungsweise neu zu definieren. Hinzu kommt oftmals die Altersstruktur der Vermieter und die geringe digitale Affinität.

Proptech-Award ausgeschrieben

Alteingesessene Player der Immobilienwirtschaft wie Michael Ehlmaier, geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien, oder Newcomer wie Ferdinand Dietrich, COO des erfolgreichen PropTechs „Storebox" drängen daher auch eine „neue, veränderte Branchenkultur". Ähnlich äußert sich Judith Kössner, Leiterin des Immobilienbereichs der digitalen Plattform willhaben.at: „Die Immobilienwelt steht vor einer digitalen Wende, die jetzt mehr denn je erkennbar wird."
Alle drei gehören zu den Gründern bzw. Hauptsponsoren des apti-awards, mit dem im Vorjahr erstmals die innovativsten Startups aus dem Proptech-Bereich gekürt wurden. Mit einer Corona bedingten Verzögerung wird dieser Preis auch heuer wieder ausgeschrieben: Gekürt werden Proptechs in den beiden Kategorien Early Stage (Startups bis drei Jahre) und Later Stage (Startups ab drei Jahren). Den Gewinnern winkt je ein Werbebudget im Wert von rund 15.000 Euro bei den Medienpartnern "Immobilien Magazin", "immoflash.at" und "Die Presse", sowie je ein Platz in der Pitch Box der PropTech Vienna am 11.02.2021. Bewerbeungen können noch bis zum 7. August auf www.apti.at/apti-award eingereicht werden. (ebe)