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Verschärfungen

Reisen in Risikogebiete: Heimquarantäne trotz negativer Tests verpflichtend

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An Österreichs Grenzen wird künftig noch schärfer kontrolliert.imago images/Viennareport
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Eine Einreise aus Risikogebieten ist bald nur noch mit negativem PCR-Test möglich, eine Heimquarantäne wird Pflicht.

Die Einreise nach Österreich aus Coronavirus-Risikogebieten soll künftig ohne Vorlage eines PCR-Tests gar nicht mehr möglich sein. Auch eine 14-tägige Heimquarantäne nach Einreise wird Pflicht, selbst bei negativem Test. Das gab das Gesundheitsministerium am Mittwoch bekannt, nachdem die Bundesregierung am Dienstag entsprechende Verschärfungen angekündigt hatte. Die Maßnahmen gelten ab Freitag.

"Die Möglichkeit, anstelle eines PCR-Tests die 14-tägige Heimquarantäne anzutreten, besteht bei Einreisen aus Ländern mit Einreisebeschränkungen künftig nicht mehr", hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums am Mittwoch. Österreichische Staatsbürger und Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt in Österreich können allerdings "in begründeten Ausnahmefällen die Testung binnen 48 Stunden auf eigene Kosten in Österreich durchführen". Alle anderen müssen an der Grenze einen Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden ist.

Anm.: In der Grafik muss es heißen: „Reisewarnung: Bei Rückkehr nach Österreich negativer PCR-Test UND Quarantäne nötig"

Quarantäne-Befreiung nur für „Schlüsselpersonal"

Auch bei einem negativen PCR-Test gilt allerdings: Alle Einreisenden aus Risikogebieten müssen verpflichtend eine 14-tägige Heimquarantäne antreten. Ein "Freitesten" aus der Quarantäne - also eine vorzeitige "Befreiung" aus der Quarantäne durch einen negativen PCR-Test - wird in Zukunft nur mehr für "Schlüsselpersonal" möglich sein. Deren Definition werde noch finalisiert, hieß es am Mittwoch aus dem Gesundheitsministerium. Die kommende Verordnung soll auch die Risikogebiete aufzählen, für die die Verschärfung gilt, und spätestens am Donnerstag veröffentlicht werden, teilte das Ministerium mit.

Risikogebiete

Aufgrund der globalen Ausbreitung des Coronavirus gelten derzeit Reisewarnungen für 32 Staaten: Ägypten, Albanien, Bangladesch, Belarus, Bosnien und Herzegowina, Brasilien, Bulgarien, Chile, Ecuador, Indien, Indonesien, Iran, Kosovo, Mexiko, Montenegro, Nigeria, Nordmazedonien, Pakistan, Peru, Philippinen, Portugal, Republik Moldau, Rumänien, Russland, Schweden, Senegal, Serbien, Südafrika, Türkei, Ukraine, USA, Vereinigtes Königreich.

Zudem gilt eine partielle Reisewarnung für die chinesische Provinz Hubei.

Die Liste der Risikogebiete wird laufend evaluiert und ist auf der Webseite des Außenministeriums abrufbar.

(APA)