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Gastkommentar

Längst überfällige Diskussion zu unserem Kulturerbe

Replik. Gegen eine künstliche Separierung von Themenbereichen, die eng zusammengehören.

Wenn Raphael Rosenberg in seinem Gastkommentar in der „Presse“ vom 7. Juli schreibt, dass Almuth Spiegler Zeit gefunden habe, „Gebetsmühlen mit ihrer spitzen Feder Gehör zu verschaffen“, dann befeuert das Coronavirus eine längst überfällige Diskussion.

Man erfährt in Rosenbergs Beitrag, dass es sich bei der Erforschung österreichischer Kunst „nicht um das Anliegen einer Universität“ handle. Man erfährt jedoch den Grund für diese Sichtweise nicht. Entsprechende Lehrveranstaltungen mit „direktem und indirektem Bezug zu Österreich“ sind jedenfalls nicht Produkt einer Strategie, sondern vielmehr Ausdruck der Bereitschaft einzelner Lehrender, sich ihrer anzunehmen – auch, um die „Kunst vor Ort“ gerade jenen Absolventen zu vermitteln, die diese in ihrem Berufsalltag im Sinne der Pflege des „nationalen“ Kulturerbes zu thematisieren haben.