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Uhren

Alles unter einem Dach bei Patek Philippe

Das neue Manufakturgebäude bietet Platz für alle Fertigungsschritte sowie Restaurierung, Forschung und Ausbildung.
Das neue Manufakturgebäude bietet Platz für alle Fertigungsschritte sowie Restaurierung, Forschung und Ausbildung.beigestellt
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Unter Dach und Fach: Nach fünf Jahren Bauzeit hat Patek Philippe sein neues Manufakturgebäude fertiggestellt. Das feiert die Uhrenmarke mit einer limitierten "Calatrava" in Edelstahl.

Es ist also vollbracht, die Mitarbeiter von Patek Philippe dürfen unter einem neuen Dach in Richtung Zukunft werkeln. Aber nicht nur das: Dank eines 189 Meter langen, 67 Meter breiten und 33 Meter hohen Neubaus am Firmensitz im Genfer Vorort Plan-les-Ouates sind bei Patek Philippe ab sofort alle Fertigungsschritte vereint. So konnten beispielsweise die 2003 ausgelagerten Bereiche Gehäuse- und Metallbandfertigung sowie Steinesetzen an den Hauptsitz zurückgeholt werden. Diese Arbeitsschritte finden nun genauso im neuen Gebäude statt wie Werkteilefertigung und -veredelung, Prototypenbau, die Restaurierung historischer Uhren, Forschung und Entwicklung sowie die Ausführung der bei Patek "rare handcrafts" genannten Handwerkskünste Handgravur, Emaillieren, Guillochieren und Zifferblattintarsienarbeiten. Das neue Manufakturgebäude mit einem Auditorium für 299 Personen und mehreren Ausbildungsräumen bietet nun mehr Platz für Trainingsaktivitäten als jemals zuvor.

Eine "Calatrava" zur Eröffnung. Den Gebäudeabschluss im fünften Stockwerk bilden ein Penthouse-Restaurant für 880 Gäste und vier VIP-Lounges, allesamt mit unverstelltem Panoramablick auf die umliegende Berglandschaft. In vier Untergeschoßen sind Garderoben, über 600 Parkplätze und die hochmoderne Gehäusetechnik untergebracht. Für Letztere hat Patek Philippe die höchste Energieeffizienz-Klassifizierung beantragt. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 600 Millionen Schweizer Franken.

Den Bezug der neuen Manufaktur gilt es zu feiern. Das Unternehmen tut dies mit einem Sondermodell, das auf 1000 Exemplare limitiert ist und   relativ selten bei Patek Philippe aus Edelstahl gefertigt wird. Die Referenz 6007A misst 40 Millimeter und fällt durch ihre grafische Zifferblattgestaltung auf: In einem rundgeschliffenen Bereich sitzen Stundenzahlen, die wie die sportlich gestalteten Stunden- und Minutenzeiger aus lackiertem Weißgold bestehen und mit Leuchtmasse gefüllt sind. Weiter innen liegt eine schienenförmige Skala mit dreieckigen Stundenindizes. Das Zifferblattzentrum trägt eine karbonartige Struktur, deren quadratische Felder das einfallende Licht verschiedenartig zurückwerfen.

Bewährtes Manufakturwerk. Hinter dem Saphirglasboden arbeitet das Automatikkaliber 324SC mit goldenem Rotor.
Bewährtes Manufakturwerk. Hinter dem Saphirglasboden arbeitet das Automatikkaliber 324SC mit goldenem Rotor.beigestellt

Ausgestattet mit dem bekannten Manufaktur-Automatikkaliber 324SC, zeigt die neue "Calatrava" neben der Uhrzeit noch das Datum in einem Fenster bei drei Uhr an. Das Werk ist hinter einem Saphirglasboden mit aufgedrucktem "Calatrava"-Kreuz zu sehen. Der Schriftzug "New Manufacture 2019" weist auf den Einzug der ersten Mitarbeiter im vergangenen Jahr hin. Die Referenz 6007A wird an einem Kalbslederband mit textilartiger Prägestruktur und Dornschließe getragen; das blaue Leder und die weißen Nähte nehmen die kontrastreiche Farbgebung des Zifferblatts wieder auf. Dank ihrer geringen Gehäusehöhe von 9,07 Millimetern liegt die neue "Calatrava" angenehm am Arm. Der Preis beträgt rund 25.000 Euro.

(Die Presse - Schaufenster", Print-Ausgabe, 17.07.2020)