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Wolford: Umbau durch Corona beschleunigt

Verluste sind 2019/2020 wieder deutlich gestiegen.

Wien/Bregenz. Der seit Jahren mit roten Zahlen kämpfende Vorarlberger Wäschehersteller Wolford stellt sich gerade neu auf. Der Umbau soll nun schneller gehen. Es geht auch um weitere Kostensenkungen, schreibt der Konzern im Jahresbericht. Es werde eine Reihe zusätzlicher Boutiquen-Schließungen geben, aber auch Neueröffnungen an wichtigen Plätzen.

Die Coronapandemie und damit eingebrochene Geschäfte haben die Verluste 2019/20 wieder deutlich ansteigen lassen. Negative Auswirkungen hatten demnach auch Werthaltigkeitstests mehrerer Boutiquen. Diese hatten sich unerwartet schwach entwickelt, was zu entsprechenden Sonderabschreibungen führte. Diese Wertberichtigungen betrugen 5,41 Mio. Euro.

 

Restrukturierung

Ein Jobabbau in der Verwaltung ließ die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2019/20 weiter um 104 auf 1243 Mitarbeiter (Vollzeitrechnung) sinken. Trotzdem erhöhten sich die Personalkosten um 2,59 Millionen auf 62,83 Mio. Euro – auch wegen Abfindungszahlungen an ehemalige Vorstände.

Aktuell arbeite das seit Herbst 2019 amtierende neue Vorstandsduo an einem Plan zur nachhaltigen Neuaufstellung, heißt es im Bericht. Ein laufendes Restrukturierungsprogramm wurde einem „Corona-Stresstest“ unterzogen. Die Fortbestandsprognose vom Februar 2020 bescheinigte auf dieser Basis einen positiven Fortbestand und einen Ebit Break-even 2021. (APA/red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.07.2020)