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Hamsterkäufe stützen Unilever

Im zweiten Quartal sanken die Umsätze um 0,3 Prozent.

Düsseldorf. Hamsterkäufe vor allem von Knorr-Suppen und Magnum-Eiscreme haben das Geschäft des Konsumgüterkonzerns Unilever in der Coronakrise gestützt. Im zweiten Quartal sanken die Umsätze lediglich um 0,3 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro, statt wie von Analysten prognostiziert um 4,3 Prozent. In den USA zogen die Erlöse des Konsumgüterkonzerns sogar um 7,3 Prozent an, in einigen Kategorien sogar um 20 Prozent, wie Finanzvorstand Graeme Pitkethly am Donnerstag mitteilte. Im ersten Halbjahr sorgten zudem deutlich niedrigere Marketingkosten für einen Gewinnanstieg um 10,4 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro, obgleich die Erlöse um 1,6 Prozent auf 25,7 Milliarden Euro schrumpften.

Die Aktie legte einen Kurssprung von 8,7 Prozent hin. Indes warnte Pitkethly warnte vor zu viel Zuversicht. In letzter Zeit habe es in einigen Regionen wie Lateinamerika und Afrika einen raschen Anstieg von Coronafällen gegeben. Hinzu komme ein geschäftsschädigender Anstieg der Gewalt in Mexiko.

Der Vorstand kündigte zudem an, einen Teil des Teegeschäfts mit einem Umsatz von zwei Milliarden Euro abgeben zu wollen. (Reuters/red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.07.2020)