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Virologie

Coronaforschung im Hochsicherheitslabor

Mit einer Dusche aus Peressigsäure werden Forschende des Grazer Hochsicherheitslabors dekontaminiert, bevor sie durch die zweistufige Schleuse wieder hinausdürfen.
Mit einer Dusche aus Peressigsäure werden Forschende des Grazer Hochsicherheitslabors dekontaminiert, bevor sie durch die zweistufige Schleuse wieder hinausdürfen.Med-Uni Graz
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In Österreichs sicherstem Laboratorium an der Med-Uni Graz werden Coronaviren kultiviert und Wirkstoffe getestet. Mithilfe großer Datenbanken sollen neue antivirale Medikamente schnell in die klinische Anwendung kommen.

Hinein kommt man nur über ein zweistufiges Unterdrucksystem: Zweimal muss man eine Schleuse durchschreiten, bei der die Luft nach innen gesaugt wird, selbst kleinste Partikel haben so keine Chance, in die Außenwelt zu gelangen. Hinaus geht man durch dieselbe Schleuse, jedoch erst nach einer chemischen Dusche mit Peressigsäure, die sämtliches biologische Material in kürzester Zeit inaktiviert. Und natürlich trägt man dabei einen Ganzkörperschutzanzug mit eigener Luftversorgung. Der Aufwand hat einen guten Grund: In dem Labor mit der biologischen Schutzstufe drei (BSL-3) an der Medizinischen Universität Graz wird – neben anderen hochinfektiösen Erregern – mit Sars-CoV-2 gearbeitet.