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„Ganz schön fies“

Hans Raimunds Essayband „Neigungen“ hat Potenzial, berichtet er doch von symptomatischen Auseinandersetzungen im heimischen Literaturbetrieb. Leider aber nur aus Sicht des Autors – in einem oft verschrobenen Schreibstil.

Im Frühjahr 2001 wird Hans Raimund gebeten, Mitglied der Jury für den in Salzburg vergebenen renommierten Georg-Trakl-Preis für Lyrik zu werden. Der Autor, eher ein Außenseiter des österreichischen Literaturbetriebs, der bis dahin stets jegliche Jury-Tätigkeiten abgelehnt hat, lässt sich diesmal „einfangen“. Einige Jahre zuvor hat Raimund selbst den Trakl-Preis erhalten. Seine beiden Jury-Kollegen sind: eine sehr rührige und erfolgreiche Literaturwissenschaftlerin, die schon in vielen Jurys gesessen ist, und ein angesehener Universitätsprofessor aus Salzburg.