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Eurokrise

Kann Italien das neue Griechenland werden?

(c) APA/AFP/TIZIANA FABI
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Die Finanzkrise bescherte der EU die erste Eurokrise. Nun gibt es Befürchtungen, dass Corona eine zweite bringt.

Es war ein historischer Gipfel, der in der Nacht auf Dienstag zu Ende ging. Nicht nur war er mit mehr als 90 Stunden Verhandlungen beinahe der längste Gipfel der Geschichte. Auch der Beschluss, dass die EU 750 Milliarden Euro aufnehmen und als Krisenhilfe – davon 390 Milliarden als nicht rückzahlbare Zuschüsse – an die einzelnen Länder weitergeben darf, wird die Union wohl dauerhaft verändern.

Besonders profitieren wird davon der europäische Coronahotspot Italien, das 209 Milliarden Euro erhält. 82 Milliarden davon sollen als Zuschüsse fließen, 127 Milliarden jedoch als Kredite. Und auch abseits dieses von der EU bereitgestellten Geldes muss Rom derzeit viele neue Schulden aufnehmen, sodass vielfach die Frage gestellt wird: Wenn die Finanzkrise die Eurokrise in Form von Griechenland gebracht hat, könnte Corona nun eine zweite Eurokrise in Form des wesentlich größeren Italiens bringen?