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Holodeck

Wie bekomme ich meine Daten in eine Tracking-App?

(c) Screenshot
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Seit Donnerstag sind die Server der Garmin-App down. Bitter, wenn man seine Daten dann in keine App hochladen kann. Aber keine Angst, es gibt eine Lösung, zumindest bis die Server wieder laufen.

Sie kennen das, man hat weder eine regelmäßige Sportkolumne, noch ist man für das Holodeck in der „Presse am Sonntag“ zuständig, und trotzdem würde man gern der Welt etwas mitteilen. Jenen Leidgenossen nämlich, die ihre Fitnessaktivitäten mit einer Garmin-Uhr tracken – und die seit Donnerstag nach jedem Lauf über die Prater-Hauptallee ungläubig auf ihre Connect-Garmin-App schauen. „Es werden Wartungsarbeiten durchgeführt“, steht da, verbunden mit der Urmutter aller Frustmeldungen bei elektronischen Geräten: „Versuchen Sie es später erneut.“

Ja eh, Laufen macht eh auch so Spaß. Aber wenn man die Strecke danach nicht auch in einer App anschauen kann, die Monatsleistung und die Durchschnittsgeschwindigkeit, ist es nur das halbe Vergnügen. Aber es geht nun einmal nicht. Schuld daran ist, so wird berichtet, ein weltweiter Serverausfall bei Garmin. Dahinter steckt angeblich ein Ransomware-Angriff, bei dem Spaßvögel Daten verschlüsseln und dann Lösegeld fordern oder die Daten stehlen.

Gut und schön, aber wie bekomme ich jetzt meine Daten in eine Tracking-App? Nun, dazu steckt man die Uhr mit dem Ladekabel an einen USB-Anschluss und öffnet dort den Ordner „Activity“. Darin finden sich alle getrackten Aktivitäten, die man dann am besten nach Datum sortiert. Erkennbar sind die Files an der Endung .fit. Die lädt man nun auf seinen Rechner.

Je nach Tracking-App kann man diese Daten direkt hochladen – oder, wenn man etwa Runtastic verwendet, muss man sie erst in .gpx oder .tcx umwandeln. Das kann man u. a. auf www.alltrails.com machen (ganz unten steht „konvertieren“) – man muss halt ein kostenloses Benutzerkonto anlegen. Das .gpx-File lässt sich dann über www.runtastic.com beim Menüpunkt „Aktivität importieren“ hochladen.
Die Herzfrequenz kommt dabei zwar nicht mit, aber immerhin, die Streckendaten sind da. Und man ist wieder up to date, wieviel man in diesem Monat schon gelaufen ist. Die Quälerei soll ja einen Sinn haben.

erich.kocina@diepresse.com

Diepresse.com/Spielzeug

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.07.2020)