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Bi-nationale Paare

Fernbeziehungen in Coronazeiten

Larissa Kirchmair mit ihrem Partner Matthew.
Larissa Kirchmair mit ihrem Partner Matthew.(c) privat
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Bi-nationale Paare ohne Trauschein haben es in Coronazeiten besonders schwer. Manche haben ihre Partner seit über einem halben Jahr nicht gesehen.

Während der Ausgangssperren wurde viel darüber geredet, wie belastend es für Beziehungen sein kann, lange Zeit auf engem Raum verbringen zu müssen. Ein Problem, das andere gern gehabt hätten: Unverheiratete Paare in Fernbeziehungen konnten sich teilweise seit Anfang des Jahres nicht mehr sehen – und für manche ist bis heute keine oder nur eine sehr zähe Lösung in Sicht. Vor allem österreichisch/US-amerikanische Paare leiden unter den strikten Grenzsperren, da beide Seiten die jeweiligen Staatsbürger seit März nicht mehr ins Land lassen.

Ein Datum, das für Fernbeziehungs-Paare, die sich klassisch über Weihnachten und Silvester und dann wieder zu Ostern länger sehen können, besonders unglücklich war. „Ich habe meinen Lebensgefährten am 7. Jänner das letzte Mal gesehen“, berichtet die Wienerin Donya Nejad. „Da ist er zurückgeflogen und eigentlich wäre ich dann Ostern in die USA gereist.“ Auch die Grazerin Jaqueline Kircher hat sich am 15. Jänner von ihrem Partner Maxwel verabschiedet, mit dem sie seit Jahren in Graz lebt. Er flog für einen längeren Familienbesuch zurück in die Staaten – und kann trotz Hauptwohnsitz in Graz bis heute nicht zurück.