Schnellauswahl
Gastkommentar

Vom enormen Nutzen der globalen Zusammenarbeit

(c) Peter Kufner
  • Drucken
  • Kommentieren

Zu einer Zeit, zu der Kooperation zur Bewältigung aktueller Herausforderungen wichtiger denn je wäre, ist sie rückläufig.

Gastkommentare und Beiträge von externen Autoren müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen.

Ende Juni warnte UN-Generalsekretär António Guterres in Bezug auf die zersplitterte Reaktion auf die Covid-19-Krise: „Es besteht ein völliger Mangel an Koordination zwischen den Ländern.“ Einige gingen noch weiter, zogen Beispiele aus der Geschichte heran und verglichen die weltweite Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus mit dem Wettlauf zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion in den Weltraum, bei dem jede Seite auf Kosten des anderen die Nase vorn haben wollte.

Obwohl es bedauerlich ist, sollte doch nicht überraschen, dass es im Kampf gegen Covid-19 einen Mangel an weltweiter Zusammenarbeit gibt und sogar eine neue Front im globalen Wettbewerb erstanden ist. Schließlich traf die Pandemie eine ohnehin schon unruhige Welt – eine Welt, in der tiefgreifende Machtverschiebungen im Gang sind und in der die Instinkte des Wettstreits die kooperativen Denkweisen überlagern.