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Generalstabschef Robert Brieger und Ministerin Klaudia Tanner (ÖVP) haben unterschiedliche Pläne für das Heer.
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Verteidigung

Harte Fronten im Bundesheer

Wie sieht die Zukunft der Truppe aus? Die Frage spaltet das Verteidigungsressort: Klaudia Tanners Kabinett gegen Generalstab, Brigade- gegen Militärkommanden.

Wien. Ohne Einbindung und Information der Truppe hat Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) mit wenigen Vertrauten im Kabinett eine Heeresreform erdacht, die nicht nur von der Opposition, sondern zunehmend auch vom Militär bekämpft wird. Dieses Stimmungsbild ergeben auch Gespräche mit der Truppe, die die Bundesländerzeitungen und die „Presse“ österreichweit geführt haben. Bekommt Tanner die Grabenkämpfe nicht bald in den Griff und sammelt die Truppe einheitlich hinter sich, droht ihre Reform ein Rohrkrepierer zu werden.

Die Pläne im Detail ausarbeiten soll jetzt der Generalstab. Ausgerechnet. Sind doch die Vorgaben, also Änderung der Ausrichtung in der militärischen Landesverteidigung, alles andere als nach dem Geschmack von Generalstabschef Robert Brieger. Er ist ein Verfechter der Brigadestruktur und ein Panzergeneral. Beides will Tanner so nicht mehr haben. Soll heißen: Die Brigaden als Kommandoebene sollen von den aufgewerteten Militärkommanden abgelöst werden und die Panzertruppe auf ein Mindestmaß abgerüstet werden.