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10.000 Infektionen

Coronavirus: In Antwerpen gilt eine nächtliche Ausgangssperre

Die Sankt Rochus-Kirche im belgischen Antwerpen dient als Covid-19-Testzentrum.
Die Sankt Rochus-Kirche im belgischen Antwerpen dient als Covid-19-Testzentrum.APA/AFP/JOHN THYS
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Die Corona-Zahlen in der belgischen Provinz steigen rasant. Es gelten eine nächtliche Ausgangssperre und eine Maskenpflicht.

Antwerpen/Den Haag. Ganz Belgien wird von einer zweiten Corona-Welle heimgesucht – doch besonders hart getroffen ist die flämische Metropole Antwerpen. Die Zahl der bestätigten Infektionen in der Stadt und in der Provinz Antwerpen ist auf mehr als 10.000 gestiegen, teilten die Gesundheitsbehörden am Dienstag mit. Bürgermeister Bart De Wever hat eine Ausgangssperre verhängt. Außerdem gilt in der Provinz seit Mittwoch Maskenpflicht.

Die Ausgangssperre gilt von 23.30 Uhr bis 6 Uhr morgens. Tagsüber sollen Einkäufe in Supermärkten auf 30 Minuten beschränkt werden. Zudem wurde, wo immer möglich, Home Office angeordnet. Cafés und Restaurants müssen eine halbe Stunde früher, um 23 Uhr, schließen. Mund-Nasen-Schutz ist in öffentlichen Räumen nun vorgeschrieben und muss überall dort getragen werden, wo der Abstand von 1,5 Metern nicht garantiert werden kann.

Zuvor hatte das nationale Corona-Sicherheitszentrum bereits schärfere Maßnahmen im ganzen Land angekündigt, etwa die Begrenzung öffentlicher Versammlungen auf maximal fünf Personen. In Antwerpen ist die Zahl der Virus-Infektionen in der vergangenen Woche um 530 Prozent angestiegen. In ganz Flandern stieg die Zahl innerhalb von sieben Tagen um 260 Prozent, in ganz Belgien um 216 Prozent.