Moskau ist die Leitzentrale der riesigen Spionagekrake Russlands, die ihre Tentakel in die ganze Welt ausgefahren hat und entsprechende Gegenmaßnahmen auslöst.
Hackerangriffe

Kalter Krieg auf dem Cyberschlachtfeld

Europäer und Amerikaner warnen vor vermehrten Hackerattacken aus Russland und China. Sie wollen verstärkt Gegenmaßnahmen ergreifen.

Washington/Wien. Seit Wochen wird die Tonlage schriller, die Anschuldigungen werden schärfer: In den USA und in Europa warnen Regierungsvertreter lautstark vor ausländischen Hackerangriffen – insbesondere aus Russland und der Volksrepublik China. Es geht einerseits um Cyberattacken auf Forschungszentren und Laboratorien, in denen seit Monaten nach einem Impfstoff gegen Covid-19 gesucht wird; es geht in den USA andererseits vor allem um Einflussnahme auf die bevorstehenden Präsidenten- und Kongresswahlen am 3. November.
Dass vor allem Russland sich massiv in den US-Wahlkampf 2016 eingemischt hat, gilt in US-Geheimdienstkreisen als sicher. Auch für Sonderermittler Robert Mueller, der die Angelegenheit zwei Jahre lang untersucht hatte, ist die russische Einmischung erwiesen; keine Beweise fand Mueller jedoch für geheime Absprachen von Mitarbeitern des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump mit Moskau.