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Traffic lights are seen in central Moscow
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Farbenlehre

Zur vierfarbigen Ampel: Was alles zwischen Rot und Grün liegt

Zur Charakterisierung des Corona-Status führt die Regierung nun eine vierfarbige Ampel ein. Im Verkehr gibt es das bisher nicht. Aber wie genau ist der Unterschied zwischen Gelb und Orange? Zur Psychologie des Spektrums.

„Warum nicht bei Rot geh'n, warum nicht bei Grün steh'n?“, sang die deutsche Band Der Plan in einem bezaubernden Lied namens „Da vorne steht 'ne Ampel“. Das war 1980, zwei Jahre später rückte die Wiener Band Karl Gott in „Liebe ist Blaulicht“ die Sache zurecht: „Rot heißt steh'n, Grün heißt geh'n.“ Es folgte eine Zeile mit Gelb, aber die verstand man nicht . . .

Dieser kleine Ausflug in die Straßenverkehrspoesie der Neuen Welle – die Bezeichnung des Popgenres hat einen fatalen Touch bekommen, oder? – illustriert ein Ampelproblem ganz gut: Rot und Grün sind klar. Gelb aber ist ambivalent. Dazwischen. Uneindeutig. Schon innerhalb von Österreich. Kollegen mit steirischem Migrationshintergrund versichern, dass Autofahrer in Graz und Umgebung bei Gelb bremsen und, wenn es sie nach Wien verschlägt, ganz verunsichert sind, dass es dort – angeblich – anders ist. Ihre Irritation beginnt schon damit, dass sie gewohnt sind, zum mittleren Ampellicht nicht Gelb, sondern Orange zu sagen.