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Wiener Messe schließt als Covidzentrum

Insgesamt wurden hier nur 294 Personen behandelt.

Wien. Ab Freitag hat die Messe Wien als Corona-Betreuungszentrum ausgedient. Der Standort sollte im Fall rasant steigender Coronavirus-Fälle leicht Erkrankte aufnehmen und somit die Wiener Spitäler entlasten. Dazu musste es nicht kommen. Bei bis zu 2240 verfügbaren Betten wurden insgesamt nur 294 Personen in der Messe aufgenommen – der Großteil davon sogar ohne tatsächliche Infektion.

Mitte März waren in den Hallen A und C je 880 Betten – angeordnet in Zweierkojen – aufgestellt worden, in der Halle D weitere 480 Betten. Bei Bedarf hätte die Kapazität noch einmal um 880 Betten gesteigert werden können. Ursprünglich war geplant, hier nur positiv Getestete unterzubringen, ab Mai wurde dann auf Verdachtsfälle/Kontaktpersonen der Stufe 1 erweitert. So wurden hier vor allem Bewohner eines Asylquartiers in Erdberg aufgenommen. Zuletzt wurden die Räume zum Test von Impfstraßen genutzt.

 

Keine Rückkehr im Herbst

Eine Reaktivierung im Herbst, heißt es im Büro von Gesundheitsminister Peter Hacker, sei vorerst ausgeschlossen. Inzwischen habe der Krisenstab 30 Einrichtungen gescreent, die als Notquartiere dienen können. Damit könnten rund 6000 Betten aktiviert werden. Über den Sommer werden die aktuellen Covid-19-Pavillons (Geriatriezentrum Wien, Otto-Wagner-Spital, ehemaliges Krankenhaus Nord) weiter genutzt. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.07.2020)