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Israel: Mehr als ein Dutzend Festnahmen bei Anti-Netanyahu-Protest

APA/AFP/AHMAD GHARABLI
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Gegner des Premiers harren seit Wochen vor seinem Amtsitz aus. Sie fordern dessen Rücktritt, weil ein Korruptionsprozess gegen Netanyahu läuft.

Die israelische Polizei hat bei Protesten gegen Ministerpräsident Benjamin Netanyahu in Jerusalem 16 Menschen vorläufig festgenommen. Wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte, wurden ihnen Störungen der öffentlichen Ordnung und Angriffe auf Polizisten vorgeworfen.

Medienberichten zufolge hatten am Donnerstagabend rund tausend Menschen nahe der offiziellen Residenz Netanyahus gegen dessen Corona-Krisenmanagement protestiert.

Der Regierungschef wird von den Demonstranten auch kritisiert, weil ein Korruptionsprozess gegen ihn läuft. Nach Angriffen auf Netanyahu-Gegner bei einer Demonstration am Dienstag in Tel Aviv war die Polizei mit zahlreichen Beamten im Einsatz.

Nächste Proteste eigentlich erst für Samstag geplant

Die nächsten Anti-Netanjahu-Proteste waren für Samstag geplant, unter anderem wieder in Jerusalem. Dort harren seit Wochen Gegner des 70-jährigen nahe dessen Residenz aus.

Netanyahu werden unter anderem vorschnelle Lockerungen und eine mangelnde Vorbereitung auf eine mögliche zweite Corona-Welle vorgehalten. Die Infektionszahlen waren zuletzt stark gestiegen. Die Arbeitslosigkeit in Israel liegt bei mehr als 20 Prozent.

 

(APA)