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Maschinen sind wie Menschen: Sie altern schnell

APA/GEORG HOCHMUTH
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Fahrkarten kauft man in Österreich meist nicht mehr bei Menschen. Sondern an unfreundlichen, arroganten, langsamen Automaten, die für die Digitalisierung gar nicht geschaffen sind.

Manchmal will man ja fast an so etwas wie die Schöpfung glauben. Wenn man nicht schon so viel Gegenteiliges aus wissenschaftlichen Kreisen gehört hätte. Denn genial ist er schon, der Mensch. Und lächeln kann er manchmal so schön, dass man sich glatt in einen seiner eigenen Spezies verlieben könnte. Aber: In Maschinen kann man sich inzwischen auch ganz gut verlieben. Das zeigen vor allem die Japaner vor, die reihenweise Robotern und animierten Kunstfiguren verfallen. Die meisten Maschinen allerdings, mit denen man es in Österreich so zu tun hat, von denen träumt man selten sehnsuchtsvoll. Sie sind im Gegensatz zum Menschen – einfach schlecht gemacht. Schlecht gestaltet. Und trotzdem schickt man überall im Alltag die Menschen nachhause, in Frühpension, zum AMS, um stattdessen Automaten ihre Arbeit machen zu lassen. Der Vorteil für den Konsumenten und Bahnfahrer: Automaten grummeln nicht und stecken nicht an mit schlechter Laune. Aber mit guter auch nicht.