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Rezept: Salzburger Nockerln

Salzburger Nockerl
Salzburger Nockerl(c) imago/allOver (PBA)
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Wer die Salzburger Nockerln erfunden hat, ist übrigens geklärt.

Zutaten: 6 Eiklar, 30 g Feinkristallzucker, 4 Eidotter, 20 g Vanillezucker, 20 g glattes Weizenmehl, 10 g Weizenstärke, Prise Salz, evtl. abgeriebene Schale von 1/2 Biozitrone oder ein Spritzer Zitronensaft, 1–2 EL Schlagobers oder Milch, 1–2 EL Preiselbeermarmelade nach Belieben. Außerdem Butter für die Form und Staubzucker zum Bestreuen.

Zubereitung: Das Backrohr auf 175 Grad Heißluft vorheizen. In einer Schüssel die Eiklar mit Weizenstärke und einer Prise Salz aufschlagen. Nach und nach Zucker sowie Vanillezucker einrühren und alles sehr schaumig schlagen. Dotter mit etwas geschlagenem Schnee und Zitronenschale oder -saft glatt rühren. Restlichen Schnee und Mehl locker unter die Masse ziehen, dabei aber nicht zu viel durchrühren. Etwas Butter in einer passenden Auflaufform schmelzen und gut verteilen. Milch oder Obers eingießen und nach Belieben auch Preiselbeermarmelade in der Form verteilen. Nun die Masse in Form von drei großen pyramidenartigen Nockerln hineinsetzen, dafür am besten mit einer etwas größeren Teigkarte noch in Form bringen.

Im vorgeheizten Backrohr etwa 15 bis 18 Minuten backen (je nach gewünschter Festigkeit). Aus dem Ofen nehmen, mit Staubzucker bestreuen und in der Form rasch servieren.

Garnierung: Ingrid Pernkopf und Renate Wagner-Wittula haben in ihr empfehlenswertes Kochbuch „Heute lieber kein Fleisch. Österreichs beste vegetarische Rezepte“ (Pichler-Verlag) auch das berühmteste Salzburger Gericht aufgenommen. Wer die Salzburger Nockerln erfunden hat, ist übrigens nicht geklärt. Der Legende nach sollen sie auf Salome Alt (1568–1633), die Mesalliance des Salzburger Fürsterzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau, zurückgehen. Damals mussten sie allerdings mangels Backrohr noch in der Pfanne gemacht werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.08.2020)