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Die Donauinsel als All-inclusive-Beach-Klub

Wie die Donauinsel in diesem Sommer zum All-inclusive-Beach-Klub der Wiener wurde.

Vor ein paar Tagen twitterte Stefanie Sargnagel: „Auf der Donauinsel sind alle Menschen glücklich.“ Aus den darauffolgenden Tweets war abzuleiten, dass sich die Wiener Autorin auf Lokalaugenschein zur Donauinsel begeben hatte und offenbar erstaunt war, was sie da so zu sehen bekam. Es ist in diesem aufgrund von Corona auf vielen Ebenen so anderen Sommer auch kaum zu übersehen, wie frequentiert die Donauinsel plötzlich ist. Auch von Menschen, die das 21 Kilometer lange, künstlich aufgeschüttete Eiland bisher eher gemieden haben. Ihre Ufer sind vor allem Abstand suchenden Naturbadefreudigen ein beliebtes Schwimmbad geworden. Weil Alte Donau und diverse städtische Freibäder zu eng oder überlaufen sind, weichen sie gern auf „die Insel“ aus. Hier wird gesurft, gebadet, gegrillt und ausgegangen. Es ist ein bisschen wie der All-inclusive-Klub der Großstadt. Wenn Sie die Titelgeschichte von Teresa Wirth lesen, erfahren Sie, wer sich in diesem Sommer wo aufhält, was sich auf und rund um die Donauinsel Neues tut und den ein oder anderen Geheimplatz.

Fleisch verarbeitende Massenbetriebe in Deutschland und Oberösterreich waren zuletzt aufgrund der dort gehäuft aufgetretenen Covid-19-Fälle viel in den Schlagzeilen. Das war weder Grund noch Hindernis, sich die kleineren, familiengeführten Fleischhauereien anzusehen. Sie werden immer weniger, ebenso wie die Fleischerlehrlinge. Dennoch gibt es einige wenige Betriebe, die zuversichtlich bleiben. Paul Maier schreibt darüber. Zuversichtlich ist auch Dirigent Franz Welser-Möst, demnächst am Pult in Salzburg. Wer das Interview von Walter Weidringer mit ihm liest, bekommt den Eindruck, die Festspielprobenzeit war nie besser als diesmal. Fazit: Es muss nicht alles schlecht sein in diesem (Corona-)Sommer, auch wenn vieles anders ist. Aber manchmal ist anders ganz gut.

anna.wallner@diepresse.com

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.08.2020)