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Hundertwasserhaus in der Wiener Kegelgasse, 1985.
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Augenblicke

Friedensreich Hundertwasser: Intimer Kontakt mit der Natur

Der Maler Friedensreich Hundertwasser sorgte gern für Skandale. Für manche sind seine Bilder Kitschorgien. Gerade Linien seien Werkzeuge des Teufels, war der Pionier ökologischer Architektur überzeugt. Sein Treibstoff war lebenslang die Fantasie.

Für den Poeten H. C. Artmann ist er ein „sonderbarer, ziemlich unnahbarer Geselle, der immer seine nackten Füße auf den Tisch legt“: Im Art Club veranstaltet der Einzelgänger Friedensreich Hundertwasser am 5. Jänner 1952 seine erste Ausstellung. Gezeigt werden Bilder mit Titeln wie „Wenn ich eine Negerfrau hätte, würde ich sie malen“ oder „Europäer, der sich seinen Schnurrbart hält“.

Friedrich Ernst Josef Stowasser, der sich drei Jahre zuvor den Namen Friedensreich Hundertwasser gibt, verkauft nur ein Bild: „Ein schlechteres, ein Aquarell. Zwei Herren sollen eine Wette abgeschlossen haben: Wer sie verliert, muss das Bild kaufen. Und der, der das Bild gekauft hat, hat es wahrscheinlich gleich in den Mistkübel geworfen . . .“ Manchmal kann der Künstler für drei Schilling eine Postkarte verkaufen, „dafür hab ich mir dann eine Burenwurst gekauft“.