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Coronavirus-Epidemie

20.000 Flüchtlinge und Migranten lernten online Deutsch

Ab März mussten alle physischen Deutschkurse im Integrationszentrum Wien wegen der Ausgangsbeschränkungen ausgesetzt werden.Caio Kauffmann
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Das Online-Angebot bleibt auch künftig ergänzend zu regulären Kursen bestehen, sagt Integrationsministerin Susanne Raab.

20.000 Flüchtlinge und Migranten haben während des Corona-Lockdowns - also in drei Monaten - an Online-Deutschkursen teilgenommen. Angesichts dieser „sehr positiven Bilanz" will Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) das frei zugängliche Online-Angebot auch künftig in Ergänzung zu regulären Deutschkursen beibehalten.

„Die Corona-Krise hat deutlich gezeigt, wie wichtig gute Kenntnisse der Landessprache sind“, sagt Raab. „Denn Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Uns war es wichtig, dass die Deutschkurse auch während der Phase der Ausgangsbeschränkungen online weitergeführt werden und die Menschen auch in dieser Zeit intensiv Deutsch lernen.“ Integration brauche aber nicht nur Maßnahmen und Angebote seitens der Aufnahmegesellschaft, sondern auch Engagement und Leistungsbereitschaft der Flüchtlinge. 

Kurse ab März ausgesetzt

Mit den Ausgangsbeschränkungen mussten ab März auch alle physischen Deutschkurse ausgesetzt werden, die für die Integrationsvereinbarung wichtigen Prüfungen (die Frist wurde bis 30. Oktober verlängert) konnten nicht abgelegt werden. Deshalb hat Raab Online-Kurse ausgebaut. Sie wurden auf http://www.sprachportal.at vom Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) - für die Sprachniveaus A1, A2 und B1 - kostenlos zur Verfügung gestellt.

(red.)