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Coronavirus-Epidemie

Die Widersprüche im Ampelmodell

In Wien (im Bild die Karlskirche während des Popfests am vorvergangenen Wochenende) will man die Corona-Ampel in ihrer jetzigen Form nicht umsetzen, weil eine Lagebewertung pro Bezirk nicht sinnvoll sei.
In Wien (im Bild die Karlskirche während des vergangenen Popfests) will man die Corona-Ampel in ihrer jetzigen Form nicht umsetzen, weil eine Lagebewertung pro Bezirk nicht sinnvoll sei.REUTERS
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Vier Indikatoren werden für die Warnstufen Grün, Gelb, Orange und Rot herangezogen. Keine einzige von ihnen lässt sich klar definieren. Weswegen die Corona-Ampel nie mehr als nur eine Orientierungshilfe sein wird.

Damit die Entscheidungen des jeweiligen Krisenstabs der Bundesländer für die Bevölkerung nachvollziehbar und transparent sind, wird sie sehnsüchtig erwartet, die Corona-Ampel, die ab September auf Basis von vier Kriterien Rückschlüsse auf die Gefährdungslage in den einzelnen Bezirken zulassen soll – ersichtlich auf einen Blick anhand von vier Farben: Grün bedeutet niedriges Risiko, Gelb mittleres, Orange hohes und Rot eine Akutsituation. Derzeit wäre die Ampel im Großteil Österreichs auf Grün, in Regionen mit lokalen Ausbrüchen wie zuletzt am Wolfgangsee oder in Emmersdorf im Bezirk Melk auf Gelb. Wahrscheinlich auch in Wien, was schon zu den ersten Problemen führen würde.   

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