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Salzburger Festspiele

Das Klavier als Kampfmaschine

Stampfen, Schlagen - sogar jenseits des Klaviers: Igor Levit.
Stampfen, Schlagen - sogar jenseits des Klaviers: Igor Levit.(c) SF/Marco Borrelli
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Jubel zum Auftakt von Igor Levits Beethoven-Zyklus - dem erst zweiten in der hundertjährigen Festspielgeschichte. Der Pianist ging überall in die Extreme.

Wenn Igor Levit Beethoven spielt, dann scheint das Klavier gar nicht zu reichen, um all die Energie aufzunehmen, die aus ihm hervordringt. Immer wieder stampfte er im Haus für Mozart fern des Pedals auf dem Boden auf, wenn ihm die Kraft der Finger, Hände, Arme für Akzentuierungen nicht zu genügen schien – und am Schluss der im doppelten Sinn einleitenden f-Moll-Sonate op. 2/1, der ersten aus Beethovens Feder, schlug Levit im Aufstehen nach dem Prestissimo sogar noch mit der geballten Rechten leicht auf den Hocker. Wen das peinlich berührt, der darf auch bei den großen Mitsing-Pianisten der Vergangenheit nicht so genau zuhören.

Wo auch immer möglich, erklingt Beethoven bei Levit jedenfalls „con brio“ (eine der liebsten Vortragsbezeichnungen des Komponisten), also „mit Feuer“ – und schon am ersten Abend bewies Levit, wie sehr er für Beethoven und mit ihm brennt.

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