Pilnacek beim Kick-Off der ressortübergreifenden Task Force gegen Hass und Gewalt im Netz am 20. Juli.
Justiz

Gute Haltungsnoten für Christian Pilnacek

Eine Kommission prüfte die fachliche Qualifikation des Justiz-Sektionschefs: Die Stellungnahmen waren durchwegs positiv – ebenso eine Umfrage unter Mitarbeitern.

Der umstrittene Justiz-Sektionschef Christian Pilnacek ist eigentlich gar nicht so umstritten, wie man glauben möchte. Intern zumindest nicht.

Pilnacek war nach massiver Kritik von der Opposition nach Streitereien mit der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) von Justizministerin Alma Zadić entmachtet worden. Die WKStA hatte ihm vorgeworfen, sich in Ermittlungen einzumischen. Seine Sektion wird nun in zwei geteilt – in eine Legistik-Sektion und eine Strafrechtssektion, die weiterhin Weisungen zu Einzelfällen geben kann.

Pilnacek hat sich erneut für die Legistiksektion beworben - und nicht nur das. Er hat die Wiederbestellungskommission gebeten, seine Abberufung hinsichtlich seiner Qualifikation noch einmal zu bewerten. Diese hat nun etliche Stellungnahmen eingeholt: Von Abteilungsleitern, Staatsanwaltschaften und Oberstaatsanwaltschaft. Das Ergebnis wurde Montag diskutiert: Zwölf Stellungnahmen wurden eingefordert - zehn kamen zurück. Dem Vernehmen nach alle positiv.