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Statistik

Zahl der Asylwerber stieg im Juni wieder über Vorjahreswert

Die Zahl der Asylwerber steigt wieder.
Die Zahl der Asylwerber steigt wieder.(c) imago images/Markus Heine (imago stock&people via www.imago-images.de)
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Die Zahl der Anträge in Österreich entwickelt sich heuer in Form einer Wellenbewegung. Insgesamt gab es 3.345 positive Bescheide - subsidiärer Schutz und humanitäre Aufenthaltstitel nicht eingerechnet.

Die Zahl der Asylansuchen ist im ersten Halbjahr
gesunken, was vor allem der Coronakrise geschuldet ist. Auffällig
ist heuer eine Wellenbewegung. Anfang des Jahres stiegen die Anträge
stark an, dann gab es beim Aufflammen der Pandemie einen noch
deutlicheren Rückgang und im Juni kam es erstmals seit Coronabeginn
wieder zu einem Plus bei den Ansuchen.

Konkret zeigen die Zahlen des Innenministeriums, über die heute
auch die "Salzburger Nachrichten" berichten, 5.424 Anträge zwischen
Anfang Jänner und Ende Juni. Im Vergleichszeitraum 2019 waren es
6.030. Das bedeutet heuer ein Minus von 9,8 Prozent.

Antragsstärkster Monat war der Jänner mit 1.504 Ansuchen, was
einem Plus von mehr als 43 Prozent entsprach. Danach gingen die
Zahlen sukzessive zurück. Der Tiefstwert war im April während des
Shutdowns mit 338 Anträgen erreicht. Das war die geringste
Monatszahl an Asylanträgen in diesem Jahrtausend. Im Juni kletterte
man wieder über die 1.000er-Grenze mit 1.036 Ansuchen, 25 mehr als
im Vorjahresmonat.

Keine Änderungen bei Herkunft

Nichts Neues gibt es, was die Herkunft der Asylsuchenden angeht.
An der Spitze liegen deutlich Syrer (1.687) und Afghanen (1.085).
Vor allem erstere haben ausgezeichnete Chancen auf Asyl. 1.034
positiven Entscheidungen standen heuer nur 113 negative gegenüber.
Immerhin 40 Prozent der Anträge von Afghanen wurden angenommen.
Iraner und Somalier mit 68 bzw. 61 Prozent haben von den
antragsstarken Nationen noch bessere Aussichten.

Insgesamt wurden 2020 immerhin 3.345 positive Asylentscheidungen
getroffen. 1.018 mal wurde subsidiärer Schutz erteilt, humanitäre
Aufenthaltstitel wurden gut 900 Mal vergeben.

(Apa/red.)