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Coronavirus

Erstmals seit Mai wieder mehr als 1000 Neuinfektionen in Deutschland

Touristen vor dem Brandenburger Tor.
Touristen vor dem Brandenburger Tor.APA/AFP/JOHN MACDOUGALL
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In mehreren Bundesländern fängt die Schule wieder an. Wer aus Risikogebieten nach Deutschland einreist, muss künftig einen Coronatest machen.

In Deutschland gibt es erstmals seit Mai wieder mehr als 1000 Neuinfektionen an einem Tag. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag 1045 nachgewiesene neue Ansteckungsfälle. Damit stieg die Zahl binnen 24 Stunden auf insgesamt 213.067. Eine der Konsequenzen: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte an, dass ab Samstag alle Menschen einen Coronatest machen müssen, die aus Risikogebieten nach Deutschland einreisen.

Dafür soll es insbesondere an den Flughäfen Teststationen geben, auch bei der Einreise mit Bahn oder Auto sollen Testmöglichkeiten bereitgestellt werden. Bereits jetzt gibt es die Möglichkeit für alle Einreisenden, sich binnen 72 Stunden nach der Ankunft in Deutschland kostenlos testen zu lassen.

Als Risikogebiete eingestuft sind die meisten Staaten der Erde, auch die USA oder Brasilien. In der EU hat das Robert-Koch-Institut Luxemburg, die belgische Region Antwerpen und einige Regionen Nordspaniens als Risikogebiet ausgewiesen, ebenso mehrere europäische Staaten außerhalb der EU. Auch die vier türkischen Küstenprovinzen, für die keine Reisewarnung des Auswärtigen Amts mehr gilt, sind weiterhin als Risikogebiete eingestuft.

Sorge um steigende Fallzahlen

Seit Wochen erhöht sich die Zahl der akut Infizierten, die das Virus übertragen können. Sie berechnet sich aus den Gesamtinfektionen abzüglich der Genesenen und Verstorbenen. Es mehren sich daher die Stimmen, die davor warnen, eine zweite Infektionswelle könne bereits in Deutschland angekommen sein. Auch das RKI hatte unlängst nicht ausgeschlossen, dass es bereits eine zweite Welle gebe.

Die erhöhten Infektionszahlen fallen zusammen mit dem Schulbeginn in mehreren Bundesländern sowie mit der Rückkehr von Urlaubern, die sich zum Teil in Risikogebieten aufgehalten haben.

Auch in Frankreich erreicht die Pandemie mit 1695
Neuinfektionen ein Zwei-Monats-Hoch. Damit haben sich insgesamt
194.029 Menschen angesteckt.

(APA/Reuters)