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Coronavirus

Wie die Suche nach Medikamenten beschleunigt werden soll

Mit einer zentralen Datenbank für Covid-19-Patienten sollen die Wirksamkeiten von bereits bestehenden Medikamenten früher entdeckt werden. Im Bild ein Labor in Frankreich.
Mit einer zentralen Datenbank für Covid-19-Patienten sollen die Wirksamkeiten von bereits bestehenden Medikamenten früher entdeckt werden. Im Bild ein Labor in Frankreich.(c) REUTERS (BENOIT TESSIER)
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Um bereits verfügbare Medikamente noch effizienter auf eine mögliche Wirksamkeit gegen das Coronavirus zu prüfen, fordern Ärztekammerpräsident Szekeres und Weltärztebundchef Montgomery eine europaweite Datenbank mit Informationen über Covid-19-Patienten.

Remdesivir ist ein gutes Beispiel dafür – einst gegen das Ebolavirus entwickelt, stellte sich mehr oder weniger durch Zufall heraus, dass das Medikament auch gegen das Coronavirus wirksam ist. Anfang Juli wurde der Wirkstoff daher in weiten Teilen der Welt, auch in Europa zur Behandlung von Covid-19-Patienten zugelassen. „Drug Repositioning“ nennt sich dieser Vorgang, also die Neupositionierung von bereits zugelassenen Mitteln zur Therapie von Krankheiten, gegen die sie ursprünglich nicht gerichtet waren.

Da die Herstellung neuer Medikamente mehrere Jahre dauert, werden bei der Bekämpfung des Coronavirus große Hoffnungen in solche zufällig entdeckten Wirksamkeiten gesetzt, um bis zur Verfügbarkeit eines Impfstoffes Betroffene mit schweren Verläufen bestmöglich zu betreuen.

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